Veranstaltung

  • 30. August 2017 | 18:00 Uhr
  • Trajectories #01
  • Performance-Nacht
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    Programm

    Mittwoch, 30.08.2017 _ 18 Uhr 

    Nicole Wendel mit Lea Pischke, Sound: Yohei Yamakado

    Nicole Wendel Reading the traces, Sound: Yohei Yamakado, anlässlich der „Drawing Now“ Paris 2015 im Goethe-Institut Paris, https://vimeo.com/129541830

    Nicole Wendel arbeitet mit dem ganzen Körper. Ihre prozessorientierte Arbeit beginnt mit der Zeichnung während Objekte, Performances, Filme und Fotografien aus ihr heraus entstehen. Wendel, die an der Universität der Künste bei Leiko Ikemura in Berlin studiert hat, wo sie heute noch lebt und arbeitet, performt mit ihrer Zeichenkunst. Es gibt Kreidebilder – große Tafeln, die sich während der Eröffnung einer Schau noch einmal durch die Performance der Künstlerin verändern. Wendel selbst versteht ihre Arbeiten im steten Übergang. „Des Images en Mouvement“, Bilder in Bewegung, hieß eine 2015 im Pariser Goethe-Institut realisierte Einzelausstellung. Ein Prinzip ihrer Kunst ist der Versuch, Veränderung visuell festzuhalten. Dies war auch in ihrer Einzelausstellung „Présence“ im L’Espace d’Art Contemporain André Malreaux 2017 in Colmar zu sehen.

    Lea Pischke ist Tänzerin und Choreographin mit einem Diplom in Bildender Kunst der École Supérieure des Beaux-Arts de Marseille (Hochschule der Künste) und einem Master in Kreativer Musiktechnologie der School of Performing Arts, Bath Spa University, England. Ihre choreographische Ausbildung schloss sie an der Tanzfabrik Berlin, dem SEAD in Salzburg und P.A.R.T.S. in Brüssel ab. In ihren jüngsten Arbeiten interessiert sie sich für die Konfrontation der Schaffens- sowie Aufführungsweisen des zeitgenössischen Tanzes mit den Prozessen aus der Computerprogrammierung (Die Zeughaus – Serie), sowie des Erbes im Tanz und der Politik nach Jacques Derrida (Spectral Schematics). Zur Zeit bereitet sie ein Solo der Gegenintegration im Dialektalarabisch vor, das Ende des Jahres in Marokko uraufgeführt werden wird (Darja – Liatahaddat).

     

    Mittwoch, 30.08.2017  _ 19 Uhr

    Stella Geppert mit Jan Burkhardt und Lukas Geschwind, Kathleen Heil, Michelle Lui, Hilla Steinert

    Stella Geppert, Hieroglyphendecke, 300 x 210 x 300 cm, Berlin 2016. Left side: Talk with Norbert Bayer about Digital Networking – Talk with Thea Timm about the phenomenon of love – Reading Henri Bergson 1.- 3. Chapter “Essai sur les données immédiates de la conscience“ / 1889). In the Installation: Solo Dance. Right side: Talking and dancing with four persons.

    Stella Geppert ist Bildhauerin. Sie studierte an der École des Beaux Arts, Paris und Bildende Kunst an der Universität der Künste, Berlin. Zahlreiche Stipendien wie zum Beispiel die Nachwuchsförderung (NaföG), das Bonner Kunstfonds, das Berliner Arbeitsstipendium und zuletzt das Forschungsstipendium im Centro Tedesco di Studi Veneziani in Venedig unterstützten ihre künstlerische Entwicklung. In ihren künstlerischen Arbeiten entwickelt Stella Geppert performative Körper- und Raumkonzepte, Installationen, Zeichnungen, Objekte und Plastiken. Experimentelle Versuchsanordnungen im Umgang mit räumlichen Phänomenen und kommunikativen und sozialen Verhaltensweisen begleiten ihre künstlerische Arbeit, die den unmittelbaren Vollzug von kollektiven Handlungen skulptural sichtbar macht. Seit 2010 lehrt sie Körper- und Raumkonzepte und experimentelle Bildhauerei an der University of Art and Design in Halle (Saale). Sie lebt in Berlin und Halle.

    Jan Burkhardt ist Tänzer, Choreograph und Musiker. Er ist zertifizierter Laban-Bartenieff – Bewegungsanalytiker und forscht seit mehr als 20 Jahren im Bereich der zeitgenössischen Tanztechniken und Improvisation, Contact Improvisation und Body Mind Centering. Er unterrichtet international (z.Zt. vor allem in den Studiengängen für zeitgenössischen Tanz in Berlin, Köln, Stockholm und Kopenhagen) und verwendet seine Arbeit für die Entwicklung von kollektiven Kunstprojekten. In den letzten Jahren kollaborierte Jan Burkhardt u.a. mit Laurent Chetouane, Sebastian Matthias, Martin Nachbar u.v.a.  Momentan forscht er mit Cecilia Roos (uniarts Stockholm) an Sinneswahrnehmung als choreographisches Material und daraus resultierend der Frage des Gemeinsamen im Tanz.

     

    Weitere beteiligte TänzerInnen:

    Lukas Geschwind (Tänzer, Theater- und Zirkuspädagoge),

    Kathleen Heil (Schriftstellerin und Tänzerin),

    Michelle Lui (Tänzerin),

    Hilla Steinert (Tänzerin, Bewegungs- und Tanztherapeutin)

     

    Mittwoch, 30.08.2017 _ 20 Uhr

    Nikolaus Gansterer

    Nikolaus Gansterer, Thinking Matters Other Others: A Translecture SCORES N° 9: no/things, Tanzquartier Wien, 28.11.2014

    Nikolaus Gansterer forscht an der Schnittstelle von Denken, Zeichnen und Handeln und dem inneren strukturellen Zusammenhang dieser geistigen und praktischen Felder.  Seine Performances sind anspielungsreiche Happenings, die Künstleratelier, Theaterbühne und Museumsraum ineinander blenden und Bildproduktion, Sprache, Handlung und choreographierte Bewegung in Szene setzt. Sein Interesse and der Komplexität von Diagrammen und der Visualisierung von wissenschaftlichen Inhalten resultierte in der Publikation „Drawing a Hypothesis“ „Figure of Thought“, Wien, New York, 2011. Gansterer ist „artistic researcher“ des interdisziplinären Forschungsprojektes „Choreographic Figures – Deviation from the line“. Nikolaus Gansterer hat an der Universität für angewandte Kunst in Wien und an der Jan van Eyck Academie in Maastricht studiert. Laufende Projekte derzeit sind „Das Institut für transakustische Forschung“ (seit 1998); „The Vegetable Orchestra/Das Gemüseorchester“ (seit 1998); „Architecture of Interaction“ (seit 2005); „N6 Stone Road Projekt“ (seit 2006). Er lebt und arbeitet in Wien.

     

     

    Alle 3 Performances werden von Morgan O’Hara dokumentiert:

    Morgan O'Hara. Live Transmission performative drawing in progress, 2010. Photographer: Lei Tak Sang, Macau Art Museum, 2005. © Morgan O'Hara. Morgan O’ Hara verfolgt seit fast 40 Jahren ein einzigartiges Projekt: ein umfassendes Archiv von Aufzeichnungen menschlicher Bewegung durch zeichnende Beobachtung. Die in New York lebende Künstlerin, die international tätig ist, nennt ihre Serie „Live Transmissions“. Diese Zeichnungen entstehen, während O’Hara, Tänzerinnen, Performerinnen und andere  Protagonisten studiert und beidhändig deren Bewegungen (oft sind es auch nur die der Hände) notiert.

    Morgan O’Hara. Live Transmission performative drawing in progress, 2010. Photographer: Lei Tak Sang, Macau Art Museum, 2005. © Morgan O’Hara.

    Morgan O’ Hara verfolgt seit fast 40 Jahren ein einzigartiges Projekt: ein umfassendes Archiv von Aufzeichnungen menschlicher Bewegung durch zeichnende Beobachtung. Die in New York lebende Künstlerin, die international tätig ist, nennt ihre Serie „Live Transmissions“. Diese Zeichnungen entstehen, während O’Hara, Tänzerinnen, Performerinnen und andere  Protagonisten studiert und beidhändig deren Bewegungen (oft sind es auch nur die der Hände) notiert.

     


     Program

    Wednesday, August 30th 2017_6pm

    Nicole Wendel with Lea Pischke, Sound: Yohei Yamakado

    Nicole Wendel Reading the traces, drawing performance: Nicole Wendel, Sound: Yohei Yamakado, in the frame of „Drawing Now“ in Paris 2015, at Goethe-Institut Paris, https://vimeo.com/129541830

    Nicole Wendel Reading the traces, drawing performance: Nicole Wendel, Sound: Yohei Yamakado, in the frame of „Drawing Now“ in Paris 2015, at
    Goethe-Institut Paris, https://vimeo.com/129541830

     

    Nicole Wendel’s artistic practice engages the entire body. Her process-oriented work uses drawing as a starting point out of which objects, performances, films and photographs emerge. Wendel is a graduate from the University of the Arts Berlin where she studied under the guidance of artist Leiko Ikemura, and where she lives and works to this day. Her primary focus lies in the performing of her drawn art, such as chalk paintings – large-scale boards which undergo a change through a performative intervention by the artist at a gallery opening. Wendel sees her work as in a state of neverending transition. „Des Images en Mouvement“ (Images in Movement), was the title of a solo show curated by the Paris Goethe-Institut in 2015. One main principle of Wendel’s art is to visually capture change. This endeavour could also be observed in her solo exhibition “Présence” at the Espace d’Art Contemporain André Malraux in Colmar, France earlier this year.

    Lea Pischke is a dancer and choreographer with a degree in Fine Art from the École Supérieure des Beaux-Arts de Marseille (School of Fine Art of Marseille) and a Master’s in Creative Music Technology from the School of Performing Arts, Bath Spa University, UK. She completed her education in dance and choreography at Tanzfabrik Berlin, SEAD Salzburg and P.A.R.T.S. Brussels. Her recent work focusses on the confrontation of methods of creation and performance found in contemporary dance with processes in computer programming (Die Zeughaus – series), as well as on the legacy of dance and politics according to Jacques Derrida (Spectral Schematics). She is currently preparing a solo as a form of “counter-integration” in Northafrican Arabic which will be premiered in Morocco later in the year (Darja – Liatahaddat).

     

     Wednesday, August 30th 2017 _ 7pm

    Stella Geppert with Jan Burkhardt and Lukas Geschwind, Kathleen Heil, Michelle Lui, Hilla
    Steinert

    Stella Geppert, Hieroglyphendecke, 300 x 210 x 300 cm, Berlin 2016

    Stella Geppert, Hieroglyphendecke (hieroglyph carpet), 300 x 210 x 300 cm, Berlin 2016. Left side: Talk with Norbert Bayer about Digital
    Networking – Talk with Thea Timm about the phenomenon of love – Reading Henri Bergson 1.- 3. Chapter “Essai sur les données immédiates de la
    conscience“ / 1889). In the Installation: Solo Dance. Right side: Talking and dancing with four persons.

     

    Stella Geppert is a sculptor. She studied at the École des Beaux Arts of Paris und Fine Art at the University of the Arts, Berlin. Numerous scholarships – of which the Bursary for Emerging Artists (Nachwuchsförderung, NaföG), the Bonn Art Fund (Bonner Kunstfonds), the Berlin Work Scholarship (Berliner Arbeitsstipendium) and more recently a research scholarship at the Centro Tedesco di Studi Veneziani in Venice – support her artistic development. Her practice brings forth performative body and space concepts as well as installations, drawings, objects and sculptures. Experimental research guidelines in relationship with spatial phenomena as well as communicative and social behaviour accompany her art works, thus making collective action visible in its immediacy through the form of sculpture. Since 2010 she holds a lectureship in “concepts for body and space” and “experimental sculpture” at the University of Art and Design in Halle (Saale), Germany. She lives in Berlin and Halle.

    Jan Burkhardt is a dancer, choreographer and musician. He is a qualified Laban-Bartenieff – movement analyst and has been researching in the areas of contemporary dance techniques and improvisation, contact improvisation as well as Body Mind Centering for more than twenty years. He teaches internationally (mostly on degree programmes for contemporary dance in Berlin, Cologne, Stockholm and Copenhagen) and employs his work in the development of collective art projects. In recent years Jan Burkhardt collaborated with Laurent Chétouane, Sebastian Matthias and Martin Nachbar amongst others. He is currently engaged in research together with Cecilia Roos (uniarts Stockholm) in the understanding of sensorial perception as choreographic material and the resulting question of the “common” in dance.

    Further participating dancers:

    Lukas Geschwind is a dancer and a freelance artist. He is a qualified as theatre and circus educator. He studied theatre in social context and Cal Clown in Figueres. He works and teaches internationally also as actor in several theatre companies (Flying Theatre Company, Theater Spunk). His artistic research is based on performance art and the diversity of body expressions.

    Kathleen Heil is a writer, translator and dancer. Her poems, stories, essays appear in the New Yorker, The Guardian and many other publications. She is a former member of Dance Arizona Repertory Theater and Rumblepeg Dance Theater and worked with various artists and performed her own choreography in the U.S. and Europe. She lives and works in Berlin.

    Michelle Lui is a dancer. She studied at EDAM Contact Improvisation at Peter Bingham and she made the BFA in Fine and Performing Arts at Simon Fraser University in Vancouver. She made numerous performances and interpretations internationally and got several apprentices. She lives and works in Vancouver.

    Hilla Steinert is dancer, movement and dance therapist. She started her dance studies 1978. In the mid 80s she got involved with performance art.  Since 1989 she established herself as a freelance artist in Berlin. She creates her own work, performs in the work of others and teaches internationally. She shifts between dance and performance art.

     

    Wednesday, August 30th 2017 _ 8pm
    Nikolaus Gansterer

    Nikolaus Gansterer,  Thinking Matters Other Others

    Nikolaus Gansterer, Thinking Matters Other Others: A Translecture SCORES N° 9: no/things, Tanzquartier Wien, 28.11.2014

     

    Nikolaus Gansterer researches at the intersection of thinking, drawing and action, looking at the inner structural connection of these intellectual and practical fields. His performances are happenings full of innuendoes merging the artist’s studio, the theatre stage and the museum space into one, putting the production of images, speech, action and choreographed movement into the limelight. His interest in the complexity of charts and the visualisation of scientific contents resulted in the publication of “Drawing a Hypothesis” and “Figure of Thought”, Vienna, New York, 2011.

    Gansterer is artistic researcher in the interdisciplinary research project “Choreographic Figures – Deviation from the line”. Nikolaus Gansterer studied at the University for Applied Arts in Vienna and the Jan van Eyck Academy in Maastricht (NL). Current projects are „Das Institut für transakustische Forschung“ (The Institute for transacoustic research) (since 1998); „The Vegetable Orchestra/Das Gemüseorchester“ (since 1998); „Architecture of Interaction“ (since 2005); „N6 Stone Road Projekt“ (since 2006). He lives and works in Vienna.

     

     The 3 Performances will be documented by Morgan O’Hara :

    Morgan O'Hara. Live Transmission performative drawing in progress, 2010. Photographer: Lei Tak Sang, Macau Art Museum, 2005. © Morgan O'Hara. Morgan O’ Hara verfolgt seit fast 40 Jahren ein einzigartiges Projekt: ein umfassendes Archiv von Aufzeichnungen menschlicher Bewegung durch zeichnende Beobachtung. Die in New York lebende Künstlerin, die international tätig ist, nennt ihre Serie „Live Transmissions“. Diese Zeichnungen entstehen, während O’Hara, Tänzerinnen, Performerinnen und andere  Protagonisten studiert und beidhändig deren Bewegungen (oft sind es auch nur die der Hände) notiert.

    Morgan O’Hara. Live Transmission performative drawing in progress, 2010. Photographer: Lei Tak Sang, Macau Art Museum, 2005. © Morgan O’Hara.

    For nearly 40 years Morgan O’Hara has been in pursuit of an extraordinary project: an all-encompassing archive of notations of human movement through observational drawing. The artist lives in New York and works internationally. O’Hara calls the series “Live Transmissions”: her drawings come to life whilst studying dancers, performers and other protagonists, taking into account their movements – mostly that of their hands – by using both her drawing hands.

     

     

    Eintritt: 5,- Euro