Veranstaltung

  • 03. November 2019 | 14.00 Uhr
  • Eröffnung
  • Kerstin Gottschalk in der Hofskulptur #4 von Andreas Koch
  • Nach Jürgen Drescher, Claudia Kugler, Stephanie Kloss und Peter K. Koch zeigt Kerstin Gottschalk nun die fünfte und letzte Ausstellung in der Hofskulptur von Andreas Koch. Tatsächlich begreift sie die Skulptur von Koch wörtlich und thematisiert „Haltestelle“ als Ort und Moment des Innehaltens.

    Im oft sogenannten Zeitalter der Beschleunigung legt Gottschalk den Fokus auf das Gegenteil, auf all die Löcher, Wartezeiten und auch unfreiwillig entschleunigten Momente. Und sie begreift, zumindest in ihrer akustischen Installation, diese Abschnitte nicht unbedingt als therapeutisch kontemplativ. Anstatt dass die Seele in Ruhe baumelt, wird sie während ihres Wartezustands zunehmend genervt vom Rascheln, Rauschen, Ratschen und Knatschen ihrer unmittelbaren Umgebung.

    Auch der in Teig eingeschlossene Koffer könnte als Skulptur des Stillstands interpretiert werden – anstatt durch all die Transitzonen, all die ICEs und Flugzeuge dieser Welt getragen zu werden, bleibt er nutzlos, immobil und eingebacken zurück und bildet so gemeinsam mit der fehlplatzierten Haltestelle ein Monument der „Negativen Moderne“ (Sven Hillenkamp). Text: Andreas Koch

    Es gibt warmen Tee, Kürbissuppe und den ein oder anderen Alkohol…
    Ausstellung 3.11.–17.11.

    Eintritt: frei

kerstin